Jagdbedingungen

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Informationen zur Drückjagd: Jagdbedingungen Drückjagd

Information für Jagdgäste im Revier Heidenrod-Hilgenroth

Der Heidenroder Ortsteil Hilgenroth liegt an der nordöstlichen Grenze des Rheingau-Taunus-Kreises an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz.

Das Revier Hilgenroth grenzt an das Wispertal und ist 303 ha groß und durch einen Laub- /Mischwaldanteil von 186 ha zwischen Herzbach und Mehrbach geprägt.

Es liegt in einer Höhe von 310 m bis 420 m über NN und hat Mittelgebirgscharakter.

Im Revier kommen folgende Wildarten vor:

  • Rotwild
  • Schwarzwild
  • Muffelwild
  • Rehwild
  • Fuchs
  • Waschbär

 

Kaliber

Es wird von uns begrüßt, wenn Sie Büchsen führen, die Ihnen vertraut sind und dazu mindestens die Kaliber 7×64 bzw. 308 Winchester und stärker aufweisen.

 

Weitere wichtige Informationen zur Jagd

  • Information für Jagdgäste im Revier Heidenrod-Hilgenroth Download
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen Download
  • Merkblatt für Jagdgäste in der Regiejagd der Jagdgenossenschaft Heidenrod-Hilgenroth Download
  • Auszug aus den Unfallverhütungsvorschriften UVV Jagd Download
  • Bejagbare Flächen im Forstamt Bad Schwalbach: Hessen-Forst.de

 

Ansprechpartner

Gemeinde Heidenrod

(Fragen, weitere Details, Abstimmungen)

Tel.: 06120/ 79 15

Fax: 06120/ 79 55

E-Mail: Info@heidenrod.de

Information für Jagdgäste im Revier Grauer Kopf

 

Allgemeines

Das Revier Grauer-Kopf befindet sich im Bereich des Windparks Heidenrod an der B260. Es liegt in der Gemarkung Laufenselden und ist 97 ha groß. Das Revier liegt in einer Höhe von 475 m bis 535 m über NN. Es ist zu 2/3 aus Buchenwäldern und zu 1/3 aus Kahlflächen nach Borkenkäferbefall geprägt. Vom Windpark Heidenrod befinden sich 3 Windenergieanlagen im Revier.

Das Revier ist beliebter Ausflugsbereich der örtlichen Bevölkerung. Auf die Belange der Bevölkerung ist immer Rücksicht zu nehmen. Dies gilt ebenso für die Belange der Gemeinde Heidenrod und der Windpark Heidenrod GmbH. In 2021 wird im Bereich der Eigenjagd ein Windlehrpfad von der Windpark Heidenrod GmbH etabliert.

Für das Revier werden 3 Begehungsscheine und die Stelle eines helfenden Jägers vergeben.

Im Revier kommen folgende Wildartenvor:

  • Rehwild
  • Damwild
  • Schwarzwild
  • Rotwild (Wechselwild)

Der voraussichtliche Planabschuss bei Reh-und Damwild wird in Summe ca. 20 Stück getragen. Dieser Abschuss wird zunächst gleichmäßig auf alle im Gebiet jagenden Personen verteilt. Ab September wird der noch offene Abschuss für alle freigegeben.

Der Fokus der Bejagung orientiert sich an der natürlichen Wiederbewaldung der Kahlflächen. Ziel ist, dass sich der Wald ohne Zaunschutz, mit vielen Baumarten und ohne größeren Verbiss natürlich verjüngt. Um dem Lebenszyklus und dem Ruhebedürfnis des Wildes gerecht zu werden wird es keine Kirrungen und auch keine Nachtjagd geben. Nachtjagd ist der Zeitraum eine Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang.

Die Jagausübung darf aus Sicherheitsgründen nur nach vorheriger Anmeldung beim Revierleiter erfolgen. Die Anmeldung muss mit ausreichend Vorlauf erfolgen.

 

 

Die Bejagung erfolgt ausschließlich in Intervallen (Intervalljagd):

Jagdphase:  15. April – 30. Mai.

Ruhephase: 01. Juni – 30. Juni

Jagdphase:  01. Juli – 08. August

Ruhephase: 09. August – 31. August

Jagdphase:  01. September bis 2 Wochen vor der Drückjagd (Termin steht noch nicht fest)

Ruhephase: 2 Wochen vor der Drückjagd (Termin steht noch nicht fest)

Jagdphase:  nach der Drückjagd bis zum 31. Dezember

 

 

Hunde

Jäger mit brauchbaren Hunden oder Hunden in Ausbildung werden sehr begrüßt, sind aber keine Bewerbungsvoraussetzung.

 

 

Kaliber & Waffen

Um dem Tierschutz Rechnung zu tragen ist der Gemeinde Heidenrod vor Beginn der Jagdzeit ein Nachweis vorzulegen, dass ein Schießstand/Schießkino aufgesucht wurden um die Waffen auf Funktion und Treffsicherheit zu überprüfen.

Es wird von uns begrüßt, wenn Sie Büchsen führen, die Ihnen vertraut sind und dazu mindestens die Kaliber 7×64 bzw. 308 Winchester und stärker aufweisen.

Auf Grund der FSC-Zertifizierung der Gemeinde darf nur mit bleifreier Munition gejagt werden.

 

 

Ansprechpartner

Gemeinde Heidenrod  (Fragen, weitere Details, Abstimmungen)

Tel.:  0160 / 92 16 80 02 (Revierleiter Tino Manthey),

Tel.:  06120 / 79 15 (Bürgermeister Volker Diefenbach)

Fax:    06120 / 79 55

E-Mail: tino.manthey@heidenrod.de; Info@heidenrod.de

 

 

 

 

 

 

 

Allgemeine Abschussrichtlinie                                                  Stand: 21.01.2021

  1. Jagdmöglichkeiten

I.1. Mehrmonatige Pauschaljagd (Begehungsschein)

Sie können Inhaber einer betreuten Jagderlaubnis werden (örtliche Einweisung, Ausübung nur nach Meldung beim Revierleiter)!

Die betreute Jagderlaubnis ist gültig vom 15.04. bis 31.12. Die Jagdausübung ist nur in den jeweiligen Intervallen erlaubt.

Diese betreute Jagderlaubnis beinhaltet den Abschuss von:

Rehwild:                    Kitze, Schmalrehe, Ricken, Jährlingsböcke, Böcke (max. 1 Stück) bis 299g Gehörngewicht

Damwild:                   Kälber, Schmaltiere, Alttiere, Spießer, Hirsche der Klasse III (Knieper)

Schwarzwild:            alles Schwarzwild im Rahmen der Jagdgesetze

Rotwild:                     Kälber, Schmaltiere, Alttiere, Hirsche der Klasse III bis zum Achter

Kosten:                    700 €.

Bei Erhöhung des Paketes um nicht im Paket enthaltenes Wild (und für Einzelabschüsse) werden Beträge nach Ziffer II fällig:

 

 

I.2. Helfender Jäger

Sie können den Status des helfenden Jägers erhalten, wenn sie sich um das Revier kümmern möchten, ihnen Arbeit nicht fremd ist und sie vor allem zeitlich flexibel sind.

Der helfende Jäger hat folgende Aufgaben:

  • Kontrolle und Reparatur der jagdlichen Einrichtungen
  • Freihalten der Pirschwege, Freischneiden der Hochsitze und Drückjagdböcke
  • Mithilfe bei der Wildversorgung und in der Kühlkammer
  • Unterstützung bei Gemeinschaftsansitzen und Wildbergung
  • Mithilfe bei Nachsuchen (Orts-/Grenzbestimmung, Wildbergung)
  • Markierung von Ständen, Schusssektoren und Gefahrenbereichen
  • Unterstützung bei der Drückjagdvorbereitung, -durchführung und -nachbereitung

Der helfende Jäger ist ganzjährig im Einsatz. Der Zeitraum entspricht hier dem Jagdjahr. Die Jagdausübung ist nur in den jeweiligen Intervallen erlaubt.

Jäger mit brauchbaren Hunden oder Hunden in Ausbildung werden bevorzugt. Es wird erwartet, dass die Hunde im Jagdbetrieb eingesetzt werden.

Diese Freigabe des helfenden Jägers entspricht dem Punkt I.1, jedoch mit der Einschränkung das entgeltliche Begehungsscheininhaber Vorrecht bei Trophäenträgern haben.

Kosten: keine, hier wird die aktive Mithilfe wie im oben genannten Umfang beschrieben erwartet.

Bei Erhöhung des Paketes um nicht im Paket enthaltenes Wild (und für Einzelabschüsse) werden Beträge nach Ziffer II fällig:

 

 

  1. Wildarten

 

II.1. Rehwild

mehrjähriger Bock ab 300g Gehörngewicht                   150 € inkl. MwSt.

 

II.2. Damwild-Hirsche

Klasse III (Spießer, Knieper bis 3 Jahre)                           0 €

Klasse II (Hirsche von 4 bis 7 Jahren) sind nicht frei

Klasse I (Hirsche ab 8 Jahren)                                         1.500 € inkl. MwSt.

Bei Buchung und Kostenabrechnung bitten wir Sie, sich ausreichend zu informieren.

Bei Fehlabschüssen in den Klassen II & I werden auf das Abschussentgelt der Klasse I 50% Aufschlag berechnet.

 

 

II.3. Rotwild-Hirsche

Klasse III (Spießer, Sechser, Achter bis 4 Jahre)             0 €

Klasse II & Klasse I sind nach Jagdgesetz nicht frei, da rotwildfreies Gebiet

 

 

II.4. Schwarzwild-Keiler

Keiler aller Klassen                                                                            0 €

 

 

III. Hinweise für die Jagdausübung, Allgemeine

     Geschäftsbedingungen, Unfallverhütungsvorschriften

 

 

Es gelten die unter Punkt I genannten und nachstehenden Hinweise für die Jagdausübung, Allgemeine Geschäftsbedingungen und Unfallverhütungsvorschriften.

 

 

 

Hinweise für die Jagdausübung in der Regiejagd

der Gemeinde Heidenrod

 

Auszug aus der Unfallverhütungsvorschriften Jagd, UVV Jagd, Ausfertigungsdatum: 01.01.2000

 

2 Waffen und Munition

(1) Es dürfen nur Schusswaffen verwendet werden, die den Bestimmungen des Waffengesetzes entsprechen und nach dem Bundesjagdgesetz für jagdliche Zwecke zugelassen sind. Die Waffen müssen funktionssicher sein und dürfen nur bestimmungsgemäß verwendet werden.

Durchführungsanweisung zu Absatz 1
1. Eine Waffe ist z. B. funktionssicher, wenn sie zuverlässig gesichert werden kann, ihr Verschluss dicht ist und wenn sie keine Laufaufbauchungen, Laufdellen oder die Funktionssicherheit beeinträchtigende Rostnarben aufweist.
2. Keine bestimmungsgemäße Verwendung ist z. B. die Benutzung der Waffe zum
– Niederhalten von Zäunen beim Übersteigen,
– Aufstoßen von Hochsitzluken,
– Erschlagen des Wildes.
3. Auf die einschlägigen Bestimmungen
– des Waffengesetzes (WaffG),
– der Verordnungen zum Waffengesetz (WaffV),
– der Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz (Waff VwV),
– des Bundesjagdgesetzes (BJG)
wird hingewiesen.

(2) Es darf nur die für die jeweilige Schusswaffe bestimmte Munition in einwandfreiem Zustand verwendet werden.
Durchführungsanweisung zu Absatz 2

  1. Hinweise auf die verwendbare Munition geben z. B. die Angaben auf der Schusswaffe.
    2. In nicht einwandfreiem Zustand ist z. B. feucht gewordene Munition, selbst wenn sie getrocknet wurde.

(3) Auch nicht gewerbsmäßig hergestellte Munition muss den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.

 

 

 

Durchführungsanweisung zu Absatz 3
1. Hierzu gehört z. B. wiedergeladene Munition.
2. Auf die einschlägigen Bestimmungen des Waffengesetzes und des Sprengstoffgesetzes wird hingewiesen.

(4) ff ….

 

3 Ausübung der Jagd

(1) Schusswaffen dürfen nur während der tatsächlichen Jagdausübung geladen sein. Die Laufmündung ist stets – unabhängig vom Ladezustand – in eine Richtung zu halten, in der niemand gefährdet wird. Nach dem Laden ist die Waffe zu sichern.

(2) Eine gestochene Waffe ist sofort zu sichern und zu entstechen, falls der Schuss nicht abgegeben wurde.

(3) Beim Besteigen von Fahrzeugen und während der Fahrt muss die Schusswaffe entladen sein. Beim Besteigen oder Verlassen eines Hochsitzes, beim Überwinden von Hindernissen oder in ähnlichen Gefahrlagen müssen die Läufe (Patronenlager) entladen sein.

(4) Ein Schuss darf erst abgegeben werden, wenn sich der Schütze vergewissert hat, dass niemand gefährdet wird.
Durchführungsanweisung zu Absatz 4
Eine Gefährdung ist z. B. dann gegeben, wenn
– Personen durch Geschosse oder Geschossteile verletzt werden können, die an Steinen, gefrorenem Boden, Ästen, Wasserflächen oder am Wildkörper abprallen oder beim Durchschlagen des Wildkörpers abgelenkt werden,
– beim Schiessen mit Einzelgeschossen kein ausreichender Kugelfang vorhanden ist.

(5) ff …

 

 

 

Information für Jagdgäste im Eigenjagdrevier Geroldstein

 

Allgemeines

Das Eigenjagdrevier Geroldstein befindet sich im Bereich des Heidenroder Ortsteiles Geroldstein im Wispertal und erstreckt sich bis ins Naturschutzgebiet „Rabenlei und Ruhestein“ im unteren Herzbachtal. Es ist 99,55 ha groß. Das Revier liegt in einer Höhe von 200 m bis 380 m über NN mit überwiegend Steilhanglagen. Der Wald setzt sich zu 80 % aus Eichenbeständen mit Buche und Hainbuche und zu 20 % aus Nadelholzbeständen zusammen, deren Fichtenanteil sich nach Trockenjahren verbunden mit Borkenkäferbefall auflöst.

Das Revier ist beliebter Ausflugsbereich der örtlichen Bevölkerung. Auf die Belange der Bevölkerung ist immer Rücksicht zu nehmen. Auf der Nordgrenze des Revieres verläuft der Wisper-Trail „Dickschieder Wildwechsel“ als Teil des Premiumwanderwegenetzes um den Wispertaunussteig.

Im Revier kommen folgende Wildarten vor:

  • Rotwild
  • Muffelwild
  • Schwarzwild
  • Rehwild

Der Planabschuss 2021 bei Rotwild beträgt in Summe 33 Stück.

Das Revier ist Teil der Heidenroder Fläche für das geplante Naturschutzgroßprojekt Wispertaunus und jetzt schon zu über 1/3 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Jagd soll die vorgesehene natürliche Waldentwicklung auf der gesamten Waldfläche wieder ermöglichen, vor allem in den absterbenden Fichten-Teilflächen. Um dem Lebenszyklus und dem Ruhebedürfnis des Wildes gerecht zu werden wird es keine Kirrungen und auch keine Nachtjagd geben. Nachtjagd ist der Zeitraum eine Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang. Die Jagd dient vornehmlich als Wildtiermanagement den Zielen des Naturschutzes und der natürlichen Walddynamik.

Die Jagausübung darf aus Sicherheitsgründen nur nach vorheriger Anmeldung beim Revierleiter erfolgen. Die Anmeldung muss mit ausreichend Vorlauf erfolgen.

Die Bejagung erfolgt ausschließlich in Intervallen (Intervalljagd):

Jagdphase:  15. April – 31. Mai.

 

Ruhephase: 01. Juni – 31. Juli (außer Ortsrandbereich Geroldstein)

 

Jagdphase:  01. August – 30. September

 

Danach nur Bejagung im Ortsrandbereich Geroldstein zur Wildschadensminimierung an Hausgärten und Talwiesen und Teilnahme an den revierübergreifenden Drückjagden der Nachbarn Dickschied und Welterod.

 

 

Kaliber & Waffen

Um dem Tierschutz Rechnung zu tragen ist der Gemeinde Heidenrod vor Beginn der Jagdzeit ein Nachweis vorzulegen, dass ein Schießstand/Schießkino aufgesucht wurden um die Waffen auf Funktion und Treffsicherheit zu überprüfen.

Es wird von uns begrüßt, wenn Sie Büchsen führen, die Ihnen vertraut sind und dazu mindestens die Kaliber 7×64 bzw. 308 Winchester und stärker aufweisen.

Auf Grund der FSC-Zertifizierung der Gemeinde darf nur mit bleifreier Munition gejagt werden.

 

Ansprechpartner

Gemeinde Heidenrod  (Fragen, weitere Details, Abstimmungen)

Tel.: 0160 / 923 265 83 (Revierleiter Ralf Schmidt),

06120 / 79 15 (Bürgermeister Volker Diefenbach)

Fax: 06120/ 79 55

E-Mail: ralf.schmidt@heidenrod.de

 

Allgemeine Abschussrichtlinie                                                  Stand: 01.04.2021

 I. Jagdmöglichkeiten

 

Wegen der naturschutzfachlichen Ausrichtung der Jagd im Eigenjagdrevier Geroldstein als Wildtiermanagement gibt es nur sehr begrenzte Jagdmöglichkeiten.

Jagdgäste können sich im Eigenjagdrevier Geroldstein nur zu den revierübergreifenden Drückjagden auf das jeweils aktuell freigegebene Wild und auf Einzelabschüsse (Rothirsch Klasse I) bewerben.

 

 II. Wildarten

 

Rotwild-Hirsche

Klasse I: Hirsche ab 10 Jahre                                          2.500 € inkl. MwSt.

Bei Buchung und Kostenabrechnung bitten wir Sie, sich ausreichend zu informieren.

Bei Fehlabschüssen in den Klassen II & I werden auf das Abschussentgelt der Klasse I 50% Aufschlag berechnet.

 

 

 

 

 

III. Hinweise für die Jagdausübung, Allgemeine

     Geschäftsbedingungen, Unfallverhütungsvorschriften

 

 

Es gelten die unter Punkt I genannten und nachstehenden Hinweise für die Jagdausübung, Allgemeine Geschäftsbedingungen und Unfallverhütungsvorschriften.

 

 

 

Hinweise für die Jagdausübung in der Regiejagd

der Gemeinde Heidenrod

 

Auszug aus der Unfallverhütungsvorschriften Jagd, UVV Jagd, Ausfertigungsdatum: 01.01.2000

 

§2 Waffen und Munition

(1) Es dürfen nur Schusswaffen verwendet werden, die den Bestimmungen des Waffengesetzes entsprechen und nach dem Bundesjagdgesetz für jagdliche Zwecke zugelassen sind. Die Waffen müssen funktionssicher sein und dürfen nur bestimmungsgemäß verwendet werden.

Durchführungsanweisung zu Absatz 1
1. Eine Waffe ist z. B. funktionssicher, wenn sie zuverlässig gesichert werden kann, ihr Verschluss dicht ist und wenn sie keine Laufaufbauchungen, Laufdellen oder die Funktionssicherheit beeinträchtigende Rostnarben aufweist.
2. Keine bestimmungsgemäße Verwendung ist z. B. die Benutzung der Waffe zum
– Niederhalten von Zäunen beim Übersteigen,
– Aufstoßen von Hochsitzluken,
– Erschlagen des Wildes.
3. Auf die einschlägigen Bestimmungen
– des Waffengesetzes (WaffG),
– der Verordnungen zum Waffengesetz (WaffV),
– der Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz (Waff VwV),
– des Bundesjagdgesetzes (BJG)
wird hingewiesen.

(2) Es darf nur die für die jeweilige Schusswaffe bestimmte Munition in einwandfreiem Zustand verwendet werden.
Durchführungsanweisung zu Absatz 2

  1. Hinweise auf die verwendbare Munition geben z. B. die Angaben auf der Schusswaffe.
    2. In nicht einwandfreiem Zustand ist z. B. feucht gewordene Munition, selbst wenn sie getrocknet wurde.

(3) Auch nicht gewerbsmäßig hergestellte Munition muss den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.

Durchführungsanweisung zu Absatz 3
1. Hierzu gehört z. B. wiedergeladene Munition.
2. Auf die einschlägigen Bestimmungen des Waffengesetzes und des Sprengstoffgesetzes wird hingewiesen.

(4) ff ….

§3 Ausübung der Jagd

(1) Schusswaffen dürfen nur während der tatsächlichen Jagdausübung geladen sein. Die Laufmündung ist stets – unabhängig vom Ladezustand – in eine Richtung zu halten, in der niemand gefährdet wird. Nach dem Laden ist die Waffe zu sichern.

(2) Eine gestochene Waffe ist sofort zu sichern und zu entstechen, falls der Schuss nicht abgegeben wurde.

(3) Beim Besteigen von Fahrzeugen und während der Fahrt muss die Schusswaffe entladen sein. Beim Besteigen oder Verlassen eines Hochsitzes, beim Überwinden von Hindernissen oder in ähnlichen Gefahrlagen müssen die Läufe (Patronenlager) entladen sein.

(4) Ein Schuss darf erst abgegeben werden, wenn sich der Schütze vergewissert hat, dass niemand gefährdet wird.
Durchführungsanweisung zu Absatz 4
Eine Gefährdung ist z. B. dann gegeben, wenn
– Personen durch Geschosse oder Geschossteile verletzt werden können, die an Steinen, gefrorenem Boden, Ästen, Wasserflächen oder am Wildkörper abprallen oder beim Durchschlagen des Wildkörpers abgelenkt werden,
– beim Schießen mit Einzelgeschossen kein ausreichender Kugelfang vorhanden ist.

(5) ff …