Aktuelle Nachrichten

Erstellt am: 8. Juli 2021

Stiftung „Nachhhaltiger Rheingau“ spendet für Heidenroder Wald

 

 

Der Auslöser für die Gründung der Stiftung „Nachhaltiger Rheingau“ war die Windwurf-, Dürre- und Borkenkäferkatastrophe in unseren heimischen Wäldern.

Die Stiftung unterstützt viele nachhaltige Maßnahmen, unter anderem die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege – insbesondere die Wiederaufforstung des regionalen Waldes, denn der Klimawandel ist auch hier deutlich spürbar.

Dabei ist sie auf das unterstützenswerte Aufforstungskonzept der Gemeinde Heidenrod durch deren eigenen Gemeindeforstbetrieb gestoßen.

An vielen Stellen des Gemeindewaldes wird der klimastabile Wald der Zukunft etabliert. Das Risiko wird durch Baumartenmischung und -vielfalt verteilt und durch eine verstärkte Hinwendung zu eher wärme- und trockenheitsverträglichen Baumarten minimiert. Wichtig ist, dass zur Risikostreuung möglichst viele Baumarten und je Pflanzfläche mindestens vier Baumarten verwendet werden. Aufgrund der immensen Aufforstungskosten ist im Zweifel auf Pflanzung zu verzichten, um der Sukzession – also Naturverjüngung aus eigener Kraft – Raum zu geben.

Daher werden nur 20 % der Schadflächen bepflanzt – was bereits eine sehr große Kraftanstrengung und beträchtlichen finanziellen Aufwand bedeutet. Die Pflanzflächen müssen wegen des hohen Wilddrucks alle eingezäunt werden, was mit Holz- Hordengattern geschieht, die später im Wald verbleiben können und sich dort zersetzen.

Je Hektar Pflanzfläche werden statt des klassischen und günstigeren Wildschutzzaunes ca.10 solcher aufwändigen, aber vor allen Dingen auch nachhaltigen Holzgatter 12 x 12 m gebaut und in jedes kleine Gatter eine Baumart gepflanzt.

An dem Ort der Spendenübergabe auf dem Heidekopf in Kemel wurden Winterlinde, Elsbeere, Esskastanie, Wildkirsche und Eiche gepflanzt.

Eine Besonderheit war hier, dass die Pflanzung von den Grundschülern der Grundschule Kemeler Heide vorgenommen wurde. Die Kinder waren mit großer Freude dabei.

Das Gesamtkonzept der Aufforstung – zukunftsorientiert und klimastabil – fand großen Anklang bei dem Stiftungsvorstandsvorsitzenden Andreas Zeiselmaier. Die Stiftung „Nachhaltiger Rheingau“ unterstützte dies mit einer Spende von 5.000 Euro, die die Stiftungsratsmitglieder Katharina Reineck und Christian Werner an Revierförster Tino Manthey und Bürgermeister Volker Diefenbach, der auch das Gemeindeforstamt leitet, überreichten.

Ein weiterer Schritt zur Nachhaltigkeit und aus „Liebe für Morgen“.



Nachricht teilen: