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Erstellt am: 2. Oktober 2019

Offener Brief – Gemeinde Heidenrod ist verärgert über die Nassauische Sparkasse

Schließung der Filiale in Heidenrod-Laufenselden als unfreundlicher Akt

Sehr geehrte Damen und Herren,
durch einen Telefonanruf Ihrer Mitarbeiterin Frau Karin Pfaffhausen, sowie aus der Presse erfahren wir, dass die Filiale der Nassauischen Sparkasse in Heidenrod-Laufenselden in Kürze geschlossen wird, auch kein Geldautomat und Selbstbedienungsterminal verbleibt.
Aus Sicht des Gemeindevorstands der Gemeinde Heidenrod ein unfreundliches und unpartnerschaftliches Vorgehen einer regionalen Sparkasse, inhaltlich nicht nachvollziehbar und auch nicht dem Auftrag der Sparkasse entsprechend.
Die Gemeinde Heidenrod hat eine Fläche von annähernd 100 Km², bestehend aus 19 Ortsteilen mit in Summe 8.000 Einwohner/innen. In 17 Ortsteilen ist die Nassauische Sparkasse gar nicht präsent. In Kemel, mit 1.400 Einwohner/innen, kann man im REWE Markt einen gewissen Service in Anspruch nehmen, welcher sich allerdings lediglich auf das Abheben von Geldbeträgen beschränkt.
Im Größten Ortsteil, in Laufenselden, mit 2.000 Einwohner/innen schließen Sie nun die einzige und letzte Filiale.
Anstatt mit uns gemeinsam Wege zu erörtern, wie eventuelle Probleme gelöst werden können, werden vollendete Tatsachen geschaffen, mit Mühe noch eine Mitteilung an die Standortkommune gegeben.
Dies ist inhaltlich und im Miteinander nicht zu akzeptieren und wird einer Sparkasse mit einem öffentlich-rechtlichen Charakter, welche auch einen öffentlichen Auftrag innehat, sowie nicht unwesentlich von Kommunen getragen ist, nicht gerecht.
Anstatt betriebswirtschaftliche Aspekte auf einzelnen Kleinfilialen anzuwenden, wäre es angeraten Solidarität walten zu lassen um einen Beitrag zu gleichen Lebensbedingungen in Stadt und Land zu ermöglichen.
Mit Ihrem Verhalten und Ihrer Entscheidung produzieren Sie Enttäuschung und Frustration, leisten einen Beitrag zur negativen Entwicklung in unserer Gesellschaft.
Der Vorstand der Gemeinde Heidenrod bedauert dies sehr und wünscht sich ein anderes Miteinander das von einer Gemeinsamkeit getragen ist, anstatt der vor Ort-Problemstellung entrückten Entscheidungskreise.
Hochachtungsvoll
gez.
(Diefenbach)
Bürgermeister



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